Unser Programm

Unser Programm für Gauting und Stockdorf


Vorwort


Liebe Bürgerinnen und Bürger,


Zur Kommunalwahl 1984 traten die Grünen nach ihrer Gründung
zum ersten Mal bei den Gemeinderatswahlen in Gauting an. Damals erzielte
Joachim Bender das Mandat. 1990 wurden erstmals zwei Vertreterinnen Beatrice
Cosmovici und Joachim Bender in den Gemeinderat gewählt. 1996 erzielten
die Grünen mit Beatrice Cosmovici und Ulrike Deeg wieder zwei Mandate.

Zur Kommunalwahl am 3. März 2002 stellen wir uns nun zum vierten Mal zur Wahl.

Gemeinsam wollen wir zu einer ökologisch und sozialen Politik beitragen und sind offen und dankbar für Anregungen aller Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortsteilen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie unser Programm für die Arbeit im neu zu wählenden Gemeinderat. Außerdem stellen wir Ihnen unsere Kandidatinnen und Kandidaten vor.

Für weitergehende Informationen können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir freuen uns über Ihren Besuch an einem unserer Infostände oder besuchen Sie die Homepage der Grünen im Ort. Adresse: www.gruene.de/gauting

Inhalt

Vorwort
Lebendige Demokratie
Kinder und Jugend
Familie und Frauen
Seniorinnen und Senioren
Gesundheit
Bauen und Gewerbe
Verkehr
Energiewende und Klimaschutz
Umweltschutz
Kultur
Haushalt
Unsere Kandidatinnen und Kandidaten

Lebendige Demokratie


Lokale Agenda 21, bürgerfreundliche Verwaltung, Bürgermitgestaltung


Demokratie lebt von dem aktiven Interesse der Menschen an der Gesellschaft.
Sie ist aber nur dann eine lebendige Form des Zusammenlebens, wenn die
Menschen an politischen Entscheidungen, die sie betreffen, wirklich teilhaben
dürfen. Besonders wichtig hierfür ist die Beteiligungan Entscheidungsprozessen und die Nachvollziehbarkeit dieser Entscheidungsprozesse.

Ganz unmittelbar sollte dies auf der kommunalpolitischen Ebene angewendet
werden. Demokratie wird so für jeden erlebbar und motiviert, Verantwortung
für die Ortsgemeinschaft gemeinsam zu tragen. Grundlegend für
das Teilhaben am Entscheidungsprozess sind die Bereitstellung der Informationen
sowie die gemeinsame Suche mit den politisch Verantwortlichen und den Bürgerinnen
nach neuen Formen und Wegen der bürgerschaftlichen Mitgestaltung.

Zur schnellen und aktuellen Information der Bürgerinnen ist das
Internet hervorragend geeignet. Weitere Voraussetzungen für eine vorbildliche
demokratische Gemeinde Gauting sind die Möglichkeiten des Bürgerentscheides und eine bürgerorientierte Gemeindeverwaltung.

Lokale Agenda 21 in Gauting


Die Befunde wachsender globaler Probleme mit teilweise irreversiblen
Folgen und zunehmender globaler Verflechtungen waren Ausgangspunkt und
Grundlage für die größte multilaterale Konferenz der Menschheitsgeschichte,
die 1992 in Rio de Janeiro stattfand. Die Agenda 21, ein Dokument dieser
Konferenz, beschreibt das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung
und nennt hierfür Ziele, Maßnahmen und Umsetzungsmöglichkeiten. Starke Unterstützung erhofft man sich weltweit von den Kommunen, die in einem ständigen Dialog
mit "ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft"
Lösungen zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Aufgaben
erarbeiten sollen.

Die Sorge um den Zustand unserer Erde und um den Erhalt einer lebenswerten
Welt für unsere Kindeskinder macht es notwendig, auch in Gauting nachdrücklich
für dieses Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung zu werben.

Ein Problembewusstsein für die Belange der Agenda 21 ist in der
Öffentlichkeit bisher nur gering vorhanden. Die Bevölkerung muss
hierüber mit geeigneten und wirksamen Mitteln informiert werden. Die
bestehenden und geplanten Aktivitäten des Agenda- Kreises Gauting
sollten deshalb mit allen Kräften unterstützt werden. Eine enge
und konstruktive Kooperation mit Gemeinderat und Verwaltung ist anzustreben.

Bürgerfreundliche Verwaltung


Aufbau eines gemeindlichen Informationsnetzes im Internet:

  • Im Internet sollen abrufbar sein (unter Einhaltung des Datenschutzes):
    alle Sitzungstermine, öffentliche Gemeinderatsunterlagen, Gutachten,
    Protokolle und Abstimmungsergebnisse.

  • Im Internet einsehbar sollten alle Bebauungspläne sein, sowie der
    Stand der Planung und Möglichkeiten zur Stellungnahme

  • Angebot von Dienstleistungen im Internet, die Behördengänge sparen.

  • Aufbau eines Archivs im Internet mit Dokumenten zu aktuellen Themen z.B.
    Verkehrskonzepte, Kultursaal usw.


Bürgermitgestaltung



  • Weiterhin Durchführung einer Bürgerfragestunde zu Beginn jeder
    Gemeinderatssitzung; wenn jedoch durch eine Frage nicht nur die/der Bürgermeisterin
    angesprochen ist, sollen - in Abweichung zur bisherigen Praxis - auch andere
    Gemeinderatsmitglieder antworten dürfen.




  • Aufwertung der Ortsteile durch eine Stärkung der Ortsteilsprecher/in
    und Gemeinderatssitzungen in den Ortsteilen

  • Durchführung von Bürgerentscheiden seitens der Gemeinde bei weitreichenden
    Entscheidungen (z.B. Leitbild für ein zukunftsfähiges Gauting,
    Gewerbegebiet)

  • Stärkung der Mitarbeit von Bürgerarbeitsgruppen, Bürgerforum,
    Agenda- Kreis Gauting und dem Seniorenbeirat mit ihren Ergebnissen und
    Forderungen

  • Wir wollen, dass die Sitzungsvorlagen diesen Gruppierungen zur Verfügung
    gestellt werden und sie auf Antrag ein Rederecht erhalten.

  • Wiederbelebung der jährlichen Jungbürgerversammlung, solange
    kein Jugenbeirat besteht

  • Für Jugendliche, Behinderte und Ausländer sind Beiräte einzurichten



Kinder und Jugend


Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Bayern kein gesetzlich
festgelegtes Recht auf einen Kindergartenplatz. Wir halten es aber für
eine vordringliche Aufgabe der Gemeinde, diesem Bedarf gerecht zu werden
und die Betreuungsangebote zu verbessern.




  • Wir fordern eine 100% Abdeckung an Kindergartenplätzen.

  • Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren (Krippen)

  • Bildung von altersgemischten Gruppen z.B. Haus des Kindes

  • Ausreichendes Angebot an Ganztagesplätzen

  • Integrationsgruppen für behinderte Kindern

  • Die Eigeninitative betroffener Eltern, wie zuletzt. bei dem neuen geplanten
    Waldkindergarten, wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt.

  • Erweiterung des öffentlichen Spielplatzangebotes z.B. in Königswiesen
    und Buchendorf und Neubaugebieten

  • Erhalt von Freiflächen wie z.B. der Bolzplatz "die Postwiese"

  • Alle diese Maßnahmen sollen in einer enger Abstimmung zwischen Eltern,
    Schulen, Kindergärten usw. und der Gemeinde erfolgen.

  • Alle anderen Aktivitäten zur kreativen Betreuung von Kindern wie das
    "Netz für Kinder" sowie das "Eltern-Kind-Programm"
    (EKP)
    und Schule der Phantasie sollen weiterhin finanziell unterstützt werden.



Grundschule


Nachdem die Grundschule mit unserer Zustimmung an dem heutigen Standort
saniert worden ist und eine Turnhalle erhalten hat, steht als nächste
Herausforderung die Umgestaltung des Pausenhofes in einen "Erlebnishof"
an.



  • Die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern in der "Arbeitsgruppe Pausenhofgestaltung" wird unterstützt und hat Vorbildfunktion für zukünftige
    Arbeitsgruppen.

  • Finanzielle Unterstützung der Mittagsbetreuung

  • Ausreichendes Angebot an Hortplätzen für Grundschulkinder



Weiterführende Schulen


Die Asbest- Sanierung des Gymnasiums wurde abgeschlossen. Nun beginnt
die Sanierung der Realschule und der Umbau zur sechsstufigen Realschule.



  • Die Mittagsbetreuung sollte auch an weiterführenden Schulen angeboten
    werden.

  • Förderungsmöglichkeiten insbesondere für ausländische
    und sozial benachteiligte Jugendliche an den Schulen

  • Betreute Freizeitangebote an unseren Schulen



Jugend



  • Wir wollen, dass das Jugendzentrum (JUZ) im Ortszentrum bleibt.
    Sollte mit der Neugestaltung des Rottenfußer Parkplatzes an eine
    Verlegung des JUZ gedacht werden, sind der Trägerverein des JUZ und
    die Jugendlichen sofort in die Planungen mit einzubeziehen.

  • Gemeinderatssitzungen im JUZ bei Beratung ihrer Belange

  • Bildung eines Jugendbeirates zur Stärkung der jugendlichen Interessen
    und Einbindung in demokratischen Entscheidungen

  • Bereitstellung von Räumlichkeiten für Partys und Events

  • Unterstützung des Gautinger "Kulturspektakels"

  • Weiterhin finanzielle Unterstützung der Ferienprogramme

  • Die Suche nach einem geeigneten Skater- Platz soll fortgesetzt werden



Familien und Frauen


Bezahlbarer Wohnraum gerade auch für Familien ist in Gauting ein
großes Problem. Wir appellieren an einheimische Bauherren, den Mietwohnungsbau
für junge Gautinger Bürgerinnen zu fördern.

(Siehe Bauen)


Obdachlose Menschen


Zur Zeit sind in Gauting zwölf Menschen obdachlos, darunter auch
eine Familie mit Kindern. Erschwinglicher Wohnraum wird selten angeboten
und die Wartelisten für Sozialwohnungen sind voll. Daher fordern wir
eindringlich die Bereitstellung von Unterkünften für obdachlose
Menschen.



Frauen


Der Alltag von vielen Frauen unterscheidet sich noch immer grundlegend
von dem der Männer. Die meisten Frauen tragen den Hauptteil der Doppelbelastung
von Beruf, Haushalt und der Kinderversorgung. Außerdem sind Frauen
und Mädchen oft Opfer männlicher Gewalt im öffentlichen
Raum, ebenso in Ehe und Partnerschaft. Wir wollen, dass



  • bei allen stadtplanerischen Entscheidungen die Frauenbelange berücksichtigt
    werden z.B. Frauenstellplätze, Beleuchtung usw.

  • der ÖPNV sich stärker an den Mobilitätsbedürfnissen
    von Frauen orientiert. So sollten zahlreiche Routen in häufigem Takt
    bedient werden zu Kindergärten, Schule und Ortszentrum.

  • Einrichtung von dezentralen Kindergärten für kurze Wege aus allen
    Ortsteilen

  • Notrufsäule am Bahnhof

  • Beibehaltung und Erweiterung von Frauenparkplätzen



Notruf und Frauenhaus



  • Im Interesse mißhandelter Frauen und Kinder sollen landkreisweite
    Einrichtungen wie der Verein "Frauen helfen Frauen" (Frauennotruf) finanziell
    unterstützt werden.

  • Zur Errichtung eines landkreiseigenen Frauenhauses soll von der Gemeinde
    Gauting ein finanzieller Beitrag geleistet werden.



Seniorinnen und Senioren


Seniorenbeirat, betreutes Wohnen, ganzheitliche Pflege, altengerechtes
Bauen, Veranstaltungen


Ein beträchtlicher Anteil der Gautinger Bevölkerung ist über
65 Jahre alt. Diese Altersgruppe stellt sehr unterschiedliche Anforderungen
an das Freizeitangebot vor Ort, das Wohnen, an öffentliche Einrichtungen
und das Verkehrswesen.


Der Seniorenbeirat, durch einen Antrag der Grünen initiiert,
ist ein wichtiges Instrument zur Durchsetzung und Formulierung dieser Interessen.



Freizeitangebot und Bürgerbus



  • Seniorinnen- Treff , Mittagstisch und Cafe im Zentrum

  • Der Bürgerbus soll als feste Einrichtung beibehalten werden.

  • Das Angebot an Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren im ganzen
    Würmtal muss ausgebaut und vernetzt werden. Die Gemeinde soll diese
    Vernetzung fördern und Fahrten in Nachbarorte mitorganisieren.

  • Der gemeindeübergreifende Einsatz des Bürgerbusses soll ermöglicht
    werden.

  • Barrierefreier Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden und Geschäften



Leben und Wohnen


Für Seniorinnen ist das Leben in der vertrauten Umgebung sehr wichtig.
Deshalb müssen alle Alternativen zur Heimunterbringung finanziell
und organisatorisch unterstützt werden.

Wir wollen langfristig das Konzept "Betreutes Wohnen" verwirklichen
und neue Wohnmodelle für "Alt Und Jung" entwickeln.

Menschen, die stationärer oder ambulanter Pflege bedürfen,
brauchen für eine ganzheitliche Pflege unsere Soforthilfe, um die
Folgen der restriktiven Abrechnungsvorschriften und des katastrophalen
Pflegeschlüssel abzufedern. Daher fordern wir:



  • Gemeindliche Zuschüsse zu den Personalkosten der ambulanten Betreuung
    im Würmtal



  • Gemeindliche Zuschüsse für die personelle Ausstattung im Pflegebereich
    des Gautinger Altenheimes



Gesundheit


Elektrosmog durch Mobilfunk, gesunde Ernährung, Qualität des
Würmwassers



Elektrosmog


Die Auswirkungen der hochfrequenten Strahlung auf unsere Gesundheit
durch den Ausbau des Mobilfunknetzes sind umstritten. Grenzwerten schaffen
kein Vertrauen. In Deutschland sind sie 100mal höher als in der Schweiz.
Die Risiken der hochfrequenten Strahlung können derzeit nicht abgeschätzt
werden. Deshalb hat der Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren
des Mobilfunks oberste Priorität.
. Auf Gemeindeebene fordern wir:



  • Rechtzeitige Information der Öffentlichkeit über jeden eingehenden
    Antrag auf Neuerrichtung bzw. Änderung einer Sendeanlage.



  • Sendeanlagen dürfen nicht in der unmittelbaren Nähe von sensiblen
    Bereichen wie Schulen, Altersheimen, Kindergärten oder Wohngebieten
    errichtet werden.



  • Ausschöpfung der planungsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten
    durch Ausweisung geeigneter Standorte in der Bebauungs und Flächennutzungsplanung



Gesunde Ernährung



Die Skandale um BSE und Maul- und Klauen- Seuche machen deutlich, dass
die industrielle Landwirtschaft zu einem immer größeren Risiko
für Mensch und Natur wird und wie notwendig der Wechsel zur ökologischen
Landwirtschaft ist.



  • Ökologische Nahrungsmittel sollen deshalb bei allen öffentlichen
    Einrichtungen und Veranstaltungen angeboten werden (z.B. Hort, Pausenverkauf
    an Schulen, Weihnachtsmarkt, usw.).



  • Öffentlichkeitsarbeit für die "Biohöfe" in der Gemeinde




Würmwasserqualität


Seit Jahren wird die Wasserqualität gemessen und veröffentlicht.

Dabei fallen die erhöhten Werte für Kolibakterien auf. Die
Ursache soll erforscht und behoben werden, damit das Baden in der Würm
gesundheitlich unbedenklich wird.

Bauen und Gewerbe


Gauting steht vor großen Herausforderungen und wird sich in den
nächsten Jahren stark verändern. Der Siedlungsdruck wird sich
fortsetzen und Wohnraum noch knapper werden. Geplante Großprojekte
wie das Gewerbegebiet in Oberpfaffenhofen und das Biotechnik- Zentrum in
Planegg- Martinsried werden die Situation noch verschärfen.



Bauleitplanung


Große Teile von Gautinger Flur sind als Landschaftsschutzgebiet
oder als Bannwald geschützt. Dementsprechend ist keine (weitere) Bebauung
in folgenden Bereichen zuzulassen:



  • im Grubmühler Feld (auch bei Grubmühl)



  • bei der Reismühle



  • auf dem unbebauten Teil der Rodungsinsel um Buchendorf



  • in sämtlichen Bannwaldgebieten



  • Eine Zersiedelung der Landschaft lehnen wir ab.


Ortentwicklung


Wir wollen, dass die verschiedenen Ortsteile der Gemeinde ihren eigenen
gewachsenen Charakter bewahren. Baulicher Wildwuchs und rasende Autos sollen
nicht das Ortsbild bestimmen.


Deshalb stehen wir ein für:



  • die Erhaltung städtebaulicher Ensembles (z.B. Kolonie Gauting, Dichterviertel
    Stockdorf) und charakteristischer Gebäude (z.B. E-Werk)



  • die Erhaltung des dörflichen Charakters von Unterbrunn, Oberbrunn
    und Hausen






  • eine maßvollen Schaffung neuen Baurechts. Dabei akzeptieren wir eine
    angemessene Verdichtung im Ort.




Wohnen


Bezahlbarer Wohnraum ist in Gauting und seinen Ortsteilen Mangelware,
insbesondere für junge Familien und Personen mit niedrigen Einkommen.



  • Die Verwaltung soll jährlich einen Bericht über den aktuellen
    Stand und die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt (Länge der Warteliste
    für Sozialwohnungen, Anzahl der Anträge auf Wohngeld, die Situation
    der obdachlosen Menschen) vorlegen.






  • Bei der Ausweisung neuen Baurechts soll Mietwohnungsbau und sozialer Wohnungsbau
    bevorzugt werden.





  • Die Ausweisung von neuem Baurecht erfordert zwingend ökologische Ausgleichsmaßnahmen.






  • Bei der Schaffung neuen Baurechts ist (soweit rechtlich zulässig)
    eine größtmögliche Wertabschöpfung zugunsten der Gemeinde
    zu erreichen.




Ortsmitte


Im Ortszentrum steht die Umgestaltung des Bahnhof- Areals und der Bahnhofstrasse
an. Das Don Bosco Heim soll umgebaut werden in ein Haus für Bürgerinnen
und Bürger, in dem Kultur und sonstige Veranstaltungen eines vielseitigen
Ortslebens stattfinden.

Wir setzen uns ein für die Neugestaltung eines attraktiven Ortszentrums
mit einem Markplatz, der Jung und Alt zum Verweilen einlädt.

Die vorhandenen Bausünden dürfen nicht der Maßstab sein,
um weitere geschehen zulassen. Deshalb setzen wir uns für eine breite
öffentliche Diskussion gemeinsam mit Bürgerinnen und Geschäftsleuten
ein, um ein Leitbild und ein Ortentwicklungskonzept zu erarbeiten.

Schritt für Schritt wollen wir diese Vorhaben bei einer soliden
Finanzierung verwirklichen. Wir haben Visionen aber finanzielle Abenteuer
kommen mit uns nicht in Frage.

Bahnhofsgelände



Wir fordern langfristig die attraktive Gestaltung des Bahnhofareals
und den Ausbau des Bahnhofgeländes zu einem "Mobilitätszentrum"
mit S-Bahn, Bus, Taxi, Statt- Auto, Fahrrad- Zentrum mit Verleih und Werkstatt
nach den Vorstellungen, die in dem Workshop "Bahnhof" des Agenda Arbeitskreises
Gauting entwickelt wurden.




Bebauung am Hauptplatz




  • Hier soll der städtebaulichen Entwicklung durch einen Bebauungsplan
    Richtlinien vorgegeben werden. Ziel ist eine ansprechende Gestaltung der
    Gebäude und der Freiflächen im sensiblen Uferbereich der Würm.





  • Zusätzlicher Steg für Fußgänger und Radfahrer neben
    der Würmbrücke


Die Würm als"Lebensader von Gauting"


Ein besonderes Augenmerk ist auf die bauliche Entwicklung entlang der
Würm zu legen. Unser Ziel ist, dass die Würm und ihre Uferbereicheauch
im Zentrum wieder als "Lebensader von Gauting" erfahrbar werden.

Haus für Kultur und Begegnung im Don- Bosco- Heim (DBH)


Es ist für uns wichtig, dass der Umbau des Don Bosco Heimes in
ein Haus der Kultur und der Begegnung schrittweise erfolgt. Mittelfristig
ist der Montessori- Kindergarten im DBH zu erhalten. Alle Planungen, ob
Kindergarten oder Jugendzentrum, sind in vorheriger Absprache mit den jeweiligen
Trägern zu treffen, um Offenheit und Transparenz zu garantieren.

Reismühle


Nach dem Konkurs der Mühle liegen nun Pläne für eine
neue wirtschaftliche Nutzung vor. Bündnis 90/Die Grünen werden
wachsam darauf achten, dass keine neuen Gebäude entstehen und keine
Umwidmung in Wohnnutzung stattfindet. Neue Nutzungen müssen der sensiblen
Lage im Außenbereich gerecht werden und eine landschaftsplanerische
Gestaltung beinhalten.



Gewerbe


Die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets in Gauting wird die Probleme
Gautinger Gewerbetreibender nicht lösen, da die hohen Grundstücks-
und Entwicklungskosten hohe Quadratmeterpreise zur Folge haben. Trotzdem
muss es Ziel einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik sein, die Einnahmen
der Kommune zu verbessern.

Weil in Gauting keine weiteren Gewerbegebiete auf Grund von Landschaftsschutz
und Bannwald ausgewiesen werden können, befürworten wir eine
verkleinerte, zeitlich gestreckte Entwicklung des Gewerbegebiets Oberpfaffenhofen
auf Gautinger und Gilchinger Flur.

Voraussetzungen für unsere Zustimmung sind:



  • der Trinkwasserschutz ist gewährleistet.



  • eine südliche Verkehrsanbindung an die Lindauer Autobahn



  • eine zeitlich gestreckte Entwicklung



  • ökologische Ausgleichsmaßnahmen






  • Sämtliche Folgekosten werden vom Projektentwickler übernommen.


Wir setzen uns auf überregionaler Ebene für die Schaffung eines
kommunalen Finanzausgleichs ein. Gauting ist auf Grund seiner geographischen
Lage in seiner gewerblichen Entwicklung behindert. Gemeinden dürfen
nicht auf Kosten einer nachhaltigen Entwicklung ihre ökologische Basis
im Wettbewerb um Gewerbeflächen zerstören.

Bündnis 90/Die Grünen wollen die regionale Wirtschaftskreisläufe
stärken und ausbauen: z.B. unterstützen wir die Regionalvermarktung
der Produkte "Starnberger Land".




Verkehr


Das Gautinger Verkehrsproblem ist weiterhin ungelöst – in der öffentlichen
Wahrnehmung reduziert sich dieses Problem in erster Linie auf den Autostau
am Hauptplatz. Bündnis 90/Die Grünen setzen die Prioritäten
dagegen auf eine Verbesserung der Situation für Fußgänger
und Radfahrer – neben dem öffentlichen Nahverkehr der einzigen ökologischen
Alternative für das Gautinger Verkehrsproblem. Im Ort sollten Straßen
nicht nur Verbindungswege, sondern auch Lebensraum sein. Fußgänger
und Radfahrer vor Autofahrern!




  • Neuerrichtung von zusätzlichen Fußgängerinseln





  • Gauting weist eine Vielzahl Tempo 30-Zonen auf. Diese gilt es zu erhalten
    und gezielt auszubauen.







  • Die dritte Fahrspur über die Würmbrücke ist inzwischen beschlossen;
    wird aber den Stau in den Stoßzeiten nicht verhindern können.





  • Wichtig bei jedem Neubau ist eine Verbesserung der für Radfahrer gefährlichen
    Situation auf der Würmbrücke. Wir fordern separate Rad- und Fußgängerwege
    (und von dort sichere Hilfen für eine Wiedereingliederung des Radfahrverkehrs
    in den Verkehrsfluß).






  • Die kommunale Verkehrsüberwachung hat unsere Straßen sicherer
    gemacht und muss beibehalten werden. Insbesondere an Ortseinfahrten der
    Ortsteile Buchendorf, Königswiesen, Hausen, Unter- und Oberbrunn fahren
    noch immer viele Verkehrsteilnehmer zu schnell. Eine verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung
    an diesen Stellen sollte die Sicherheit der Anwohner weiter erhöhen.






  • Die Situation in der Unterführung Königswiesen ist insbesondere
    für Kinder gefährlich. Wir befürworten eine Verbreiterung
    des Gehweges. Außerdem soll geprüft werden, ob die Aufstellung
    einer Ampel zusätzliche Sicherheit bringt.






  • S-Bahn




Die kurzfristige Realisierung eines 10- Minuten- Taktes auf der S6
ist zumindest zwischen Gauting und Pasing möglich und muss als gemeinsames
Anliegen aller Würmtalgemeinden vertreten werden.

Der 40- Minuten- Abstand zwischen den beiden letzten S- Bahnen soll
durch eine zusätzliche Fahrt auf 20 Minuten verkürzt werden.

Aufhebung der für Gauting ungünstigen Zahlgrenze

Aufzug am S- Bahnhof in Stockdorf








  • regionales Buskonzept Würmtal



Wir unterstützen den Überlegungen durch ortsübergreifende
Absprachen die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu
erhöhen.




  • Bürgerbus




Der Bürgerbus (ehemals Seniorenbus) hat sich bewährt und
muss erhalten bleiben.




  • überörtliche Radwege




Das überörtliche Radwegenetz um Gauting ist nach wie vor
mangelhaft. Wir setzen uns insbesondere für sichere, gut beleuchtete
Radwege- Verbindungen nach Germering und Neuried bei den für diese
Strecken zuständigen Landratsämtern ein.




  • Die Nordbrücke durch das Grubmühler Feld lehnen wir weiterhin
    ab.






  • Ortsumgehungen Ober- und Unterbrunn



Die überörtlichen Entwicklungen (z.B in Oberpfaffenhofen)
werden den Durchgangsverkehr durch Ober- und Unterbrunn verstärken.
Wir sehen die Entwicklung einer Würmtalparallele (mit den Ortsumgehungen
von Unter- und Oberbrunn) mit Sorge, weil zusätzlicher Verkehr angezogen
wird.

Wir befürworten wegen der hohen Belastung der Anwohner diese Ortsumgehungen,
werden uns allerdings dafür einsetzen, dass der Landschaftsverbrauch
durch diese neuen Straßen minimiert und auf Biotope Rücksicht
genommen wird.



  • Ein Schließen des Autobahnrings im Süden (durch das Würmtal)
    lehnen wir ab.





Energiewende und Klimaschutz


Reduzierung des CO2- Ausstoßes, weg von Atom, Kohle und Öl,
hin zu effizienter Nutzung von Energie, Sonne, Wind, Wasser und Biomasse

– das ist das Ziel Grüner Energiepolitik in Gauting.

Der einfachste Weg zur Verminderung des CO2-Ausstosses ist das konsequente
Energiesparen: Das kann über eine bessere Wärmeisolierung, energetisch
günstige Ausrichtung von Gebäuden und durch Energiespargeräte
in Wohnhaus und Gewerbe erfolgen.


Energieeinsparung




  • Wir fordern, dass die Gemeinde Gauting beim Energie sparen eine Vorreiterrolle
    einnimmt.





  • Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zur Energieeinsparung



  • Kommunales Energiesparförderprogramm, angepasst an den Finanzhaushalt
    der Gemeinde.






  • Wie bei den Planungen für die Energieversorgung des Freibades ist
    bei jedem kommunalen Objekt (Neubau, Sanierung) eine ökonomische und
    ökologische Bewertung der Energieversorgung vorzunehmen.




  • Ein großes und wichtiges Potenzial für Energieeinsparung stellt
    der Verkehr dar. Wir wollen eine Verbesserung des Öffentlichen Personen
    - Nahverkehrs anstelle des Individualverkehrs.


Förderung der erneuerbaren Energien: Sonne, Wind, Wasser und Biomasse



Der Antrag der Grünen für einen Wechsel von Atomstrom zu einem
ökologischen Stromanbieter wurde angenommen. Erstmals bezieht die
Gemeinde für alle ihre Gebäude umweltfreundlichen Strom..




  • Öffentlichkeitsarbeit für erneuerbare Energien und Beratung der
    Bürgerinnen beim Wechsel des Stromanbieters



  • Finanzielle Förderung bei Installation einer Solaranlage, wie es in
    den Gemeinden Planegg und Gräfelfing geschieht.



  • Bezuschussung von Anlagen, die durch Spenden finanziert werden (z.B. Photovoltaikanlage
    der evangelischen Kirchengemeinde in Stockdorf).


Natur- und Umweltschutz


In unserer Gemeinde befinden sich wer wertvolle Naturräume für
Pflanzen und Tiere, die besonders schützenswert sind. Daraus erwächst
für unsere Gemeinde die verantwortungsvolle Aufgabe zu deren sachkundigen
Pflege. Wir wollen einen " Runder Tisch" anregen mit dem Bund Naturschutz,
dem Landesbund für Vogelschutz, Bauhof und Gemeinde, um gemeinsam
die erforderlichen Pflegemaßnahmen festzulegen.


Landschaftsschutz



Die Gemeinde hat sich einzusetzen für die Pflege und den Erhalt:



  • der Landschaftsschutzgebiete im Grubmühler Feld und im Bereich der
    Reismühle



  • des Naturdenkmals "letzte Dulln"



  • des Naturdenkmals "Stockdorfer Osthang"



  • der zahlreichen Feuchtbiotope


Jede zusätzliche Bebauung in den Landschaftsschutzgebieten wird abgelehnt.

Die Bannwaldgebiete rund um Gauting sind durch gemeindliche Vorhaben
nicht anzutasten.

Die Gemeinde hat sich für die Pflege von weiteren Biotopen zum
Beispiel für das Vogelschutzgebiet und die Flutmulde im Grubmühler
Feld, den "TSV- Weiher" usw. einzusetzen.


Tier- und Pflanzenschutz


Regenerationszonen und Rückzugsgebiete für die bedrohte Tier-
und Pflanzenwelt sind insbesondere im Grubmühler Feld, am Osthang
von Stockdorf und im Würmbereich auszuweisen sowie durch Hinweisschilder
und Zäune zu schützen.

Die Vernetzung von Biotopen sollte einen weiteren Beitrag zum Artenschutz
leisten.


Trink- und Grundwasserschutz


Das Wasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Deshalb hat auf kommunaler
Ebene der Trinkwasser- und Bodenschutz und die Einsparung von Trinkwasser
besondere Bedeutung. Die vorbildliche Versorgung durch den Würmtal-
Zweckverband soll auch in Zukunft bestehen. Die Privatisierung der Trinkwasserversorgung
lehnen wir ab.

Die Trinkwasserschutzgebiete sind verstärkt zu schützen und
zu erweitern. Der Würmtalzweckverband soll Flächen im Umfeld
von Trinkwasserschutzgebieten aufkaufen und für die Nutzung im ökologischen
Landbau verpachten.

Zum Abbau der Nitrat-und Pestizideinträge in Grund- und Trinkwasser
sind Umstellungen landwirtschaftlicher Betriebe auf ökologischen Landbau
zu fördern.




Kulturelles Leben im Ort


Die Gemeinde Gauting hat ein reges kulturelles Leben mit einem breitgefächertem
Angebot, das nur durch das unermüdliche Engagement Einzelner zu Stande
kommt.

Dies ist alles als andere als selbstverständlich. Vielmehr bedarf
es für die Zukunft einer behutsamen, koordinierenden Unterstützung,
die begleitet wird durch wohlüberlegte Zuschüsse und Ausfallbürgschaften.


Remise


Der "Remisenförderverein" zum Erhalt der Remise wird von uns bei
der Sanierung unterstützt. Dieses zusätzliche Raumangebot steht
nicht in Konkurrenz zum Haus der Kultur (Don Bosco Heim).



Volkshochschule


Entsprechend der Einwohnerzahl hat sich die Gemeinde Gauting anteilig
an den Zuschüssen zu beteiligen.


Sport


Die Gautinger Sportvereine sind angemessen zu fördern, so dass
ein breites Angebot an gewährleistet ist und die Mitgliedsbeiträge
für alle Einkommensgruppen erschwinglich bleiben. Auch außerhalb
der Vereine sollen sportlichen Initiativen gefördert werden.



Haushalt



Wir wollen die Finanzen der Gemeinde solide und nachhaltig gestalten.

Die Finanzen der Gemeinde Gauting befinden sich in einem schlechten
Zustand. Die letzten Haushalte konnten nur durch Grundstücksverkäufe
ausgeglichen gestaltet werden. Steigende Schulden für die nächsten
Jahre sind prognostiziert. Gleichzeitig stehen viele neue Projekte an.

Nach Gymnasium, Grundschule, Schloß Fußberg und dem Rathaus
müssen auch die Realschule und das Gautinger Straßennetz noch
saniert werden. Die Pläne für das Ortszentrum (Kultursaal, Bahnhofsgelände)
sind oben ausführlich beschrieben.

Zusätzliche kommunale Pflichtaufgaben müssen die Gemeinden
wegen neuer staatlicher Gesetze und Vorgaben erfüllen.



  • Vor diesem Hintergrund muss jede Maßnahme intensiv auf ihre
    Finanzierbarkeit geprüft werden (auch der Kultursaal, die Umgestaltung
    des Bahnhofgeländes) und unter Umständen aufgeschoben werden.
    Nur die dringlichsten Straßensanierungen sollen nach einer Prioritätenliste
    schrittweise verwirklicht werden.







  • Die Rathausverwaltung muss (noch) wirtschaftlicher arbeiten. Dazu
    benötigt Gauting einen Kämmerer, der den Einsatz der Mittel
    koordiniert und überwacht.






  • Um angesichts knapper Mittel gezielt Prioritäten setzen und
    (langfristig) Schulden abbauen zu können, ist die Einrichtung
    von Budgets notwendig.







  • Der Haushalt muss noch transparenter werden. Unter anderem fordern
    wir einen jährlichen Rechenschaftsbericht des Bauhofs. Freiwillige
    Leistungen des Bauhofs sind (gemeinsam mit der Bauhof- Leitung) einer Prüfung
    zu unterziehen.





Kandidatinnen und Kandidaten







































































































































































































Platz


NameBerufOrtsteil


1-3


Beatrice Cosmovicipsycholog. AssistentinStockdorf

4-6


Jens RindermannLehrerGauting

7-9

Stephen SchöndorfJapanologeGauting

10

Sylvia RindermannKrankengymn.Gauting

11

Ulrike DeegKrankenschw.Gauting

12

Josef KunkelIngenieurGauting

13

Heidi Meinzolt-DepnerOberstudienrätinStockdorf

14

Anne-Marie FrankeKommunikat. -DesignerinStockdorf

15

Eva GebhardtDipl. SozialpädagoginGauting

16

Otto SchedelElektotechnikerGauting

17

Irmtraud SandelKrankenschw.Gauting

18

Wigbert CramerKaufmannBuchendorf

19

Brigitte LobischLehrerinGauting

20

Julius MuschaweckPhysikerGauting

21

Susanne RebholzArchitektinKönigsw.

22

Eckhard BruchnerPfarrerGauting


23

Rudolf von MoschArztGauting

24


Heinrich KlugKonzertmeisterBuchendorf

# von bk @ 20.4.05
 
 

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